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José García Foto: 3L
Was tut die Zahnmaus die in der spanischsprachigen Welt verbreitete Entsprechung der Zahnfee mit den ausgefallenen Milchzähnen, die sie jede Nacht gegen eine Goldmünze eintauscht? Dieses Geheimnis lüftet die argentinisch-spanische Produktion Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik, die zwei Parallelwelten und zwei Handlungsstränge miteinander verknüpft: In der Oberwelt lebt Lucia mit ihrer viel zu viel außer Haus beschäftigten Mutter sowie mit ihrem Vater, der gerne als Koch in einem französischen Restaurant arbeiten würde. In der Unterwelt muss sich Herr Figo gegen gierige Neider behaupten. Die beiden Ebenen werden durch zwei Figuren verbunden, die in ihrer Überzeichnung den Kinderfilm-Gepflogenheiten folgen: durch den Juwelier Morientes und dessen Neffen Pipo. Der fantasievolle Familien-Film, der bereits der erfolgreichste einheimische Familienfilm in Argentinien geworden ist und in Spanien mit dem Filmpreis Goya 2006 ausgezeichnet wurde, erzählt konsequent auf Augenhöhe mit den Kinderdarstellern Lucia und ihrem Vetter Ramiro. Herr Figo und das Geheimnis der Perlenfabrik kann aber auch als südamerikanische Antwort auf den Boom angesehen werden, der in den Vereinigten Staaten der Animationsfilm zurzeit erfährt, und der zum größten Teil auf die Filme der Produktionsfirma Pixar von Toy Story (1995) über Findet Nemo (siehe Filmarchiv) bis zu Ratatouille (siehe Filmarchiv) zurückgeht. |
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