OFFICIAL SECRETS | Official Secrets
Filmische Qualität:   
Regie: Gavin Hood
Darsteller: Keira Knightley, Matt Smith, Adam Bakri, Matthew Goode, Ralph Fiennes, Rhys Ifans, Indira Varma
Land, Jahr: USA, Großbritannien 2019
Laufzeit: 112 Minuten
Genre:
Publikum: ab 12 Jahren
Einschränkungen: X -
im Kino: 11/2019


José Garcia
Foto: entertainment One

Am 25. Februar 2004 steht Katharine Gun (Keira Knightly), Mandarin-Übersetzerin des britischen Geheimdienstes GCHQ, wegen Verstoßes gegen den "Official Secrets Act" vor Gericht. Damit beginnt der auf wahren Ereignissen basierende Spielfilm von Gavin Hood "Official Secrets". Katharine Gun hatte im Februar 2003 einer britischen Zeitung ein streng geheimes und brisantes Dokument zugespielt.

Kurz nachdem Premier Tony Blair im Fernsehen erklärt hatte, der Krieg gegen den Irak sei "unvermeidlich" - tatsächlich fiel am 20. März 2003 eine Länderkoalition unter der Führung der Vereinigten Staaten in den Irak ein, um das Regime von Saddam Hussein zu stürzen -, erhält Katharine Gun ein "top secret"-Memo. Darin fordert der US-Geheimdienst NSA die britischen Kollegen auf, einige Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrats auszuspionieren. Damit soll belastendes Material gesammelt werden, um eine Zustimmung zur UN-Resolution für den Irakkrieg zu erpressen. Katharine gerät in einen moralischen Zwiespalt, entscheidet sich aber, das Dokument an die Öffentlichkeit zu leaken. Die brisanten Informationen werden von Journalist Martin Bright (Matt Smith) im "Observer" veröffentlicht.

Der australische Regisseur Gavin Hood entwickelt seinen Thriller nah an den tatsächlichen Ereignissen. Im Mittelpunkt steht der Gewissenskonflikt der Übersetzerin, die mit der Herausgabe des geheimen Dokuments hofft, einen ungerechten Krieg zu verhindern. Das Drehbuch von Hood und seinen Mitautoren Gregory und Sara Bernstein verknüpft die Suche nach dem Whistleblower innerhalb des Geheimdienstes mit der Frage, die sich die Journalisten stellen, ob sie die Information veröffentlichen sollen.

Dem Regisseur gelingt es außerdem, trotz der politischen Brisanz einen ruhigen Ton anzuschlagen. Das erreicht er insbesondere dadurch, dass die Charaktere nuancenreich gezeichnet werden. Regisseur Hood unterteilt die Menschen nicht in Gut und Böse. Sie alle müssen sich vielmehr ihrem Gewissen stellen.

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