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JOSÉ GARCÍA Foto: Universal
Ein echter amerikanischer Traum: ein schmächtiges, beinahe kleinwüchsiges Pferd gewinnt in den dreißiger Jahren alle Rennen in den von der Depression gezeichneten USA. An dem Erfolg haben außer dem Pferd Seabiscuit drei Männer Anteil: Charles Howard, der an der Westküste Autos verkauft, aber nach einem tragischen Unfall von vorne anfangen musste, der junge Johnny Red Pollard, ein armer Einwanderersohn, der von seinen Eltern als Kind in einen Rennstall zur Arbeit geschickt wurde, weil sie ihn nicht mehr ernähren konnten, sowie der alte Cowboy Tom Smith, der sich von der Zivilisation immer mehr eingeengt fühlt. Trotz einer Überlänge, die der Verdichtung der Erzählung entgegensteht, bietet Seabiscuit atemberaubende Sportaufnahmen, gute bis überragende schauspielerische Leistungen auch in den Nebenrollen, etwa seitens William H. Macy als Radioreporter, sowie ein schönes Produktionsdesign. Sieben Oscar-Nominierungen zeugen davon, dass Seabiscuit in den USA einen patriotischen Nerv getroffen hat; für Europäer geht das Pathetische eines Erfolgs gegen alle Widerstände als Metapher für die Überwindung der Wirtschaftskrise doch ein klein wenig zu weit. |
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